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Neuere Veröffentlichungen von Claudius-Texten

 

buch kökern

Das Rezept zum Gedicht versteht den ästhetischen Geschmack ganz wörtlich. Lütt Hein wird im Gedicht Rodegrütt aus Claudius' erstem Gedichtband Mank Muern (1912) als großer Fan der Süßspeise beschrieben. Der Grundschullehrer Claudius weiß sehr wohl, wie sich Hein in der letzten Schulstunde nur noch auf das baldige Vergnügen und nicht auf das Bookstabeern konzentrieren kann.

 buch kökern innen

 

Butenschön, Volker (2016): Platt düütsch kökern. Rezepte und Schnakereien. Carl Schünemann Verlag. Bremen

 

 

 

Im Reclam-Verlag erscheint eine Anthologie mit Gedichten und Fotografien, "das Thema Zeit reflektierend" (S. 108). Hermann Claudius ist dort mit seinem Gedicht Abendlied vertreten. Es stammt aus seinem Gedichtband Der ewige Tor aus dem Jahr 1928.  Namislow, Ulrichadolf (Hg. 2016): Schau an, die Zeit! Gedichte und Fotografien. Stuttgart

 

Abendlied

Eh ich mich niederlege,
vom Tage müd' gemacht,
schau ich noch einmal gerne
auf in die dunkle Nacht.

Die Sterne ziehen stille
die ewigen Bahnen hin.
Und nur der ewige Wille
weiß um ihren Sinn.

Und rings das tiefe Schweigen
gibt meinem Herzen Ruh.
Ich seh den Mond auch steigen
und wink ihm freundlich zu.

Und geh in meine Kammer
und lösch die Kerze aus.
Und bin mit Mond und Sternen
im großen Vaterhaus.

buch schau

 

 

 

buch weihnachtsgeschichten

Der Prosatext Seltsame Weihnacht aus dem Band mit Erzählungen Wie ich den lieben Gott suchte aus dem Jahr 1935 wird in das Buch Hamburger Weihnachtsgeschichten aufgenommen. Claudius erzählt eine Geschichte aus seiner Hamburger Kindheit.

Spiekermann, Gerd (Hg. 2014): Hamburger Weihnachtsgeschichten. Sutton Verlag Erfurt

 

 

 

 

 

buch platt

Günter Harte (1925-2012), selbst Autor und Förderer niederdeutscher Sprache und Literatur, stellt 1978 eine Anthologie mit Texten niederdeutscher Autoren zusammen. Er verweist im Vorwort auf das anstehende Jubiläum. "Verleger und Herausgeber freuen sich, gerade zu Hermann Claudius' 100. Geburtstag mit diesem Werk herauszukommen." Harte betont Claudius' zentrale Rolle. "Er gehört an die erste Stelle, nicht nur seines Alters, sondern auch seines besipiellosen lyrischen Werkes wegen, das mit vielen Stücken volkstümlich wurde wie kein zweites in unserer Zeit." Das Buch enhält sechs Claudius-Gedichte (Dor de Boom, Lanteernleed, So'n lütt Stück Land, Plünnhökersch, Swart Maleen, Fraag).           Harte, Günter (Hg. 1982): Platt mit spitzer Feder. 25 niederdeutsche Autoren unserer Zeit vorgestellt. Glogau Verlag Hamburg